• Karl Obermann

IAA und München passen gut zusammen



Als man zuerst davon gehört hat, dass die IAA nach München geht, war das fast wie ein kleiner Schock. Die so sehr auf Frankfurt geprägte Messe, was soll die in München? Aber es geht sich aus, wie der Bayer sagt. Zum einen das so sehr verschachtelte Messegelände in Frankfurt ist kaum noch geeignet für eine moderne HighTech Messe. Zum anderen hatte der VDA in München anderes vor als in Frankfurt. Man wollte hier mehr zeigen als nur Hochglanzkarossen, nämlich die Mobilität der Zukunft. Und darum wurde die Stadt mit einbezogen, nicht nur das Messegelände. Und stadtmäßig hat München nun wirklich mehr zu bieten als Frankfurt.


Würde das funktionieren?

Heute kann man sagen: Es hat funktioniert. Die IAA Mobility hatte mehr als 400.000 Besucher. Rund 67% davon waren jünger als 40 Jahre. Womit ganz klar bewiesen ist, dass die jüngere Generation Interesse am Auto und an der Mobilität der Zukunft hat.

„Wir haben einen mutigen Schritt gemacht und wurden von den Besucherinnen und Besuchern belohnt“, so Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Die Besucher zeigten sich außerordentlich interessiert und begeistert vom Angebot der IAA Mobility.


Neben den ausgestellten Produkten gab es jeden Tag Vorträge, um in einzelne Themen im Detail einsteigen zu können. Für Insider sicher besonders interessant, was die Zulieferanten an Neuem zu bieten hatten, denn aus diesen Teilen und Baugruppen werden die Fahrzeuge von morgen zusammengesetzt sein.


Welche Antriebstechnologie?

Im Augenblick läuft vieles auf die Elektrotechnik hinaus. Aber wird sie das Rennen wirklich auf Dauer machen? Es gibt Wasserstoff, insbesondere in der Form von grünem Wasserstoff – der ganz besonders auch als Energiespeicher geeignet ist.

Auf der Messe in München zeigte sich eine neue Initiative aus dem Fichtelgebirge, die dort die größte Wasserstofferzeugungsanlage Deutschlands errichten möchte. Sehr spannend.


Störer gab es auch in München, wie ausreichend in den Tagesmedien berichtet. Ewig gestrige, die die Welt mit Verboten und nicht mit kreativen Ideen regeln wollen. Trotz spektakulärer Aktionen konnten sie die Messe nicht wirklich stören. Das Automobil lebt (auch andere interessante Fortbewegungsmittel) und die nächste IAA Mobility findet im September 2023 wieder in der bayerischen Hauptstadt statt.

Man darf sich darauf freuen.


Herzlichst Ihr

Karl Obermann

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