• Karl Obermann

Immer am Ball bleiben: Mit Modulen Anwenderanforderungen genauer fixieren

Das 11. Firmenjubiläum nimmt machineering zum Anlass für eine Runderneuerung. Am 15. Oktober stellen die Simulationsexperten aus München ihre vollständig überarbeitete Webseite sowie ein Update ihrer Produktpalette vor.


Die neue Webseite gibt Einblicke ins System in übersichtlicher Art und Weise.

Das bisherige Kernprodukt industrialPhysics bleibt weiterhin bestehen, wird fortan jedoch unter dem Begriff „iPhysics“ vertrieben. Features, die bislang obligatorisch zur Ausstattung gehörten, können nun einzeln gekauft oder gemietet werden. Für den Anwender bedeutet die neue Struktur noch mehr Individualität und Anpassung an seine Anforderungen.


Benutzerfreundliche Website


Auch mit dem Design und der Menüführung auf der Webseite richtet sich das Münchner Unternehmen nach den Kundenbedürfnissen. Sehr anwenderfreundlich in der Bedienung und modern in der Optik präsentiert sich machineering auf der neuen Webseite. Im neuen Kundenportal „My machineering“ kann der Anwender seine gebuchten Pakete verwalten, den Support schnell und einfach kontaktieren und genießt eine umfassende Übersicht seiner aktuellen Lizenzen.


Auch der Suchbereich ist grunderneuert. So kann sich der eingeloggte User über eine umfangreiche Wissensdatenbank freuen, in der er über die Stichwortsuche schnell seine benötigten Informationen abrufen kann. Zudem können Produkte schnell und einfach heruntergeladen werden.


Modularisierung hilft Kosten sparen


War es bislang nur möglich, aus fünf Varianten der Simulationssoftware zu wählen, kann der Kunde nun das Basismodul „iPhysics Standard“ erwerben und seine benötigten Module entsprechend seiner Anforderungen dazu buchen. So erhält der Anwender einen günstigen Einstieg in die Welt der Simulationen; das Baukastenprinzip ermöglicht die notwendige Flexibilität. Die Kosten berechnet der User jederzeit unverbindlich mit Hilfe des Calculators auf der Webseite. Benötigt der Kunde die vollumfängliche Softwarevariante, so ist diese nun unter dem Namen Profimodul „iPhysics Ultimate“ erhältlich.


Das Basismodul „iPhysics Standard“ beinhaltet die zentralsten Funktionen, um einfache Simulationen erstellen, wie etwa die Abbildung von Modellen von Maschinen, Förderbändern, kinematischen Achsen und Sensoren. Auch die Sequenzsteuerung, eine JavaScript Schnittstelle, die IOS App für VR/AR auf einem mobilen Endgerät sowie die Schnittstelle für die HoloLens sind integriert. Der Import der gängigen CAD-Daten sowie der Export von AutomationML Daten gehören auch dazu. Optional können weitere Module hinzugefügt werden:


  • CAD – Module: Bidirektional werden die originalen CAD mit der Simulationssoftware ausgetauscht. So bleiben CAD-Layout und Simulation immer synchron. Die Integration wird auf ein ausgewähltes CAD-System eingestellt, eine CAD-Lizenz selbst ist im Lieferumfang nicht enthalten. Ebenfalls im CAD–Modul enthalten ist der Import von AutomationML-Szenen, der bidirektionaler Datenaustausch mit dem EPLAN-System und der Offline Buffer, wenn der User keinen kontinuierlichen Zugriff auf die CAD-Daten aufweist.

  • PLC I – Module: TCP/IP Kopplung zu diversen namhaften Steuerungen ist standardmäßig verfügbar wie beispielsweise zu Siemens, Rockwell, Schneider Electric, B&R, Beckhoff, Bosch Rexroth und Bachmann

  • PLC II – Module: für die Echtzeitsimulation zur Parametrierung der Schnittstelle zur Fieldbox für die Peripherieemulation in Profinet-, Ethernet/IP- und EtherCAT-Netzwerken. Dieses Modul baut auf PLC I auf.

  • Robotics I – Module (Bibliothek): Mit Hilfe der integrierten Roboterbibliothek kann eine generische Inverskinematik sowie eine Bahnplanung für die verfügbaren Roboter der Firmen ABB, Fanuc, Kuka, Stäubli usw. genutzt werden.

  • Roboter II – Module (Controller) Möglichkeit der Anbindung diverser Controller der Roboterhersteller, u.a. KUKA OfficeLite, Staeubli CS9, Fanuc Roboguide, ABB RobotStudio, Mitsubishi und UniversalRobots. Damit lässt sich die Kinematiken des Roboters über das Hersteller-Projekt betreiben. Eine vollständige Roboterinbetriebnahme ist digital möglich. Dieses Modul baut auf Robotics I auf.

  • Component – Module: Für die einfache Modellerstellung und optimale Durchführung der VIBN sind virtuelle Modelle diverser Antriebe hinterlegt, wie auch Modelle von Sensoren und speziellen Komponenten wie bspw. Greifsystemen. Die virtuellen Modelle einzelner Komponenten können dabei mit wenigen Klicks in die Simulation übernommen werden, inklusive der Spezifikationen wie dem Wirkprinzip von Sensoren, der Art des Antriebs und der elektrischen Anschlüsse. Bibliothek wird ständig erweitert, derzeit in der Bibliothek: AMK, Festo, Rexroth, SchneiderElectric, Schunk, SEW, Siemens, SMC, Weiss, sowie allgemeingültige CANOpen und ProfiDrive.

  • IOT – Module: OPC UA Schnittstelle zur Anbindung anderer Steuerungs-, MES- und HMI-Systemen.

  • Developer – Module (API-Paket): Dieses API-Paket ist für die Entwicklung gedacht. Mit dieser standardisierten Schnittstelle, lassen sich Zusatzanwendungen, Zusatzprogramme einfach über C, C++ oder C# anbinden.

  • Human & Factory – Module: Dieses Modul fokussiert die Simulation von Menschen, AGVs und Stapler im Fabrikumfeld. Es unterstützt die Planung von Logistik- und Montageaufgaben wie beispielsweise bei der Menschsimulation: gehe zu Position A, greife und positioniere ein Werkstück. Dabei wird die Position des Menschen über ein Navigation Plug-in gesteuert.


Mit der Profivariante „iPhysics Ultimate“ erhält der Kunde weiterhin die vollumfängliche Softwarevariante, mit der Konstrukteure und Steuerungstechniker beliebige Simulationsmodelle von Förderbändern, kinematischen Achsen und Sensoren aus Original CAD-Daten mit der bidirektionalen Integration in verschiedene CAD-Systeme abbilden können. Auch eine Sequenzsteuerung zur einfachen Bewegungsplanung, die Modellbildung kontinuierlicher Medien sowie die schnelle Visualisierung kontinuierlicher Prozesse. Die Verbindung mit PLC namhafter Hersteller über TCP/IP rundet das Ultimate-Modul ab. „iPhysics Ultimate“ ist als Einzellizenz und als Floating verfügbar.


Auf die umfassende Beratung der Experten können sich die Kunden auch weiterhin verlassen. Zukünftig sollen Bestellungen auch direkt online generiert werden können.


Simulation Day im September


User Meetings sind eine gute Gelegenheit, damit sich Nutzer eines Systems kennenlernen und austauschen können, sowie ihre Kontakte zum Softwarehersteller vertiefen. In diesem Jahr war das auf der persönlichen Ebene recht schwierig, so dass man auf digitale Konferenzen auswich. So auch die machineering GmbH & Co. KG in München. Den Anwendern hat es trotzdem gefallen.


Die 3D-Simulation komplexer Materialflüsse und mechatronischer Produktionsanlagen zählt zu den größten Effizienzreserven im Maschinen- und Anlagenbau. So lassen sich über die 3D-Simulation und das virtuelle Prototyping von Anlagen deren Entwicklung und Konstruktion beschleunigen und absichern. In der Projektakquise können geplante Anlagen im Dialog mit dem Kunden vertriebswirksam visualisiert werden. Das größte Potenzial aber liegt in der virtuellen Inbetriebnahme von Anlagen und Produktionsstraßen: Nachweislich lassen sich die Kosten für Installation, Test und Optimierung von Anlagen über die Simulation um bis zu 75% reduzieren.


„Wir haben in unserer Simulationssoftware, iPhysics, etwas Einzigartiges integriert. Mit der bidirektionalen CAD-Schnittstelle werden schon mit Beginn eines jeden Entwicklungsprozesses alle Änderungen in der CAD-Software unmittelbar in die Simulationssoftware übertragen. Somit steht zu jedem Zeitpunkt das virtuelle Modell in der aktuellen Version allen Beteiligten zur Verfügung. Durch die standardmäßige Anbindung von nahezu allen namhaften Steuerungen und der Bereitstellung von diversen Roboter- und Antriebskinematiken beruhen alle virtuellen Modelle stets auf echten Daten", so der Firmenchef Dr. Georg Wünsch.


Firmenchef Dr. Georg Wünsch

Das Leistungsspektrum virtuell vorgeführt


Eine Reihe von Machineering Experten haben die Teilnehmer des Simulation Days intensiv betreut. Nach der Begrüßung und einer kurzen allgemeinen Einführung in industrialPhysics wurden die Teilnehmer in kleine Gruppen aufgeteilt und unsere Experten zeigten praxisnah das Leistungsspektrum von industrialPhysics. So wurden beispielsweise echte CAD-Modelle aus existierenden Projekten sowohl von den Experten und im zweiten Schritt von den Teilnehmern selbst durchgerechnet. Um dies zu ermöglichen, wurden den Teilnehmern im Vorfeld Test-Lizenzen zur Verfügung gestellt und sichergestellt, dass die Rechner entsprechend ausgerüstet sind. Die Teilnehmer konnten so live und direkt erste eigene Erfahrungen in Sachen Simulation sammeln.


Dabei wurden einzelne Elemente in den Modellen als statisch oder dynamisch ausgezeichnet und erste kleine Modellierungsaufgaben zur Sequenzsteuerung oder Takt/Zeit-Diagrammen konnten direkt umgesetzt werden. Natürlich alles unter der Anleitung unserer Experten. In den gezeigten Modellen wurden Förderbänder und Lichtschranken in Betrieb genommen, Roboterkinematiken integriert und einfache Steuerungsprogramme aktiviert. Es war für den Konferenzausrichter besonders wichtig, dass die Teilnehmer und die Experten im direkten Dialog standen und so alle Fragen sofort situationsbezogen beantwortet werden konnten. Zum Ende der Hand-on-Kurse wurden noch spezielle Features und Eigenschaften der Simulationsumgebung vorgeführt und erklärt.


Verschiedene Show Rooms


Nach einer Mittagspause konnten die Teilnehmer aus vier verschiedenen virtuellen Show-Rooms wählen und je nach Interesse ihr Wissen zu Themen aus Engineering und Simulation weiter vertiefen. Dabei wurden etwa die bidirektionale CAD-Schnittstelle, die umfangreiche Komponentenbibliothek, die Roboterintegration in industrialPhysics sowie automatisiertes Testen betrachtet.



Über machineering

Die machineering GmbH & Co. KG mit Sitz in München entwickelt innovative Softwarelösungen für die Echtzeit-, Materialfluss- und Robotersimulation. Das Expertenteam berät Unternehmen zu allen Themen rund um die Visualisierung und Simulation in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb und virtuelle Inbetriebnahme.

Die 3D-Simulation komplexer Materialflüsse und mechatronischer Produktionsanlagen zählt zu den größten Effizienzreserven im Maschinen- und Anlagenbau. So lassen sich über die 3D-Simulation und das virtuelle Prototyping von Anlagen deren Entwicklung und Konstruktion beschleunigen und absichern. In der Projektakquise können geplante Anlagen im Dialog mit dem Kunden vertriebswirksam visualisiert werden.

www.machineering.de

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