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Standort Deutschland sichern

Im Grunde wollen das ja alle zurzeit. Nur ob man der politischen Seite trauen kann ist nicht sicher. Wenn es um die Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft geht, scheint jede Farbe andere Vorschläge zu haben und mit Vehemenz zu verteidigen. Und es scheint hauptsächlich um die Farbe zu gehen, weniger um die wirtschaftlichen Tatsachen.



Hier ist ein Verbund von Forschung und Industrie wohl eher geeignet. Mit technologischer Fokussierung und nachhaltiger Produktion lautete das Motto des WGP Jahreskongresses, der Ende letzten Jahres in Freudenstadt bei Hamburg stattfand. Forschung und Industrie gehen gemeinsam voran, um die Herausforderungen wie Klimawandel und Personalknappheit zu meistern.


„Um den Standort Deutschland zu sichern, zeigte einer der Sprecher dort, dass nicht nur das gesunde Fortbestehen auf der Erde nötig ist, sondern dass es darüber hinaus nötig ist, sich im Betrieb zukunftsfähig aufzustellen“, wie Maximilian Bronner, Geschäftsführer Produktion und Technik Fischer Werke GmbH, erklärt. „Unter dem Druck steigender Kosten sowie dem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern ermöglicht eine effizientere Produktion mit schlanken Prinzipien die Aufrechterhaltung des Standorts Deutschland“, mahnte er. Bei Fischer werden aus diesem Grund Lean-Prinzipien im Fischer Prozesssystem beschrieben (fPS) und bei Prozessverbesserungen nachhaltig integriert. Die Varianz der Endprodukte wurde zudem um mehr als 70 Prozent reduziert, was sich positiv auf Bereiche wie Flächenproduktivität, Energieeffizienz und Produktionskosten auswirkt. Gleichzeitig trieb Fischer die Digitalisierung der Produktion voran, wodurch Steuerungsprozesse und Fertigung transparenter wurden. „Die Transparenz schafft die Grundlage für eine fortschreitende Entwicklung im Sinne des Lean-Gedankens über die bekannten Grenzen hinaus“, so Bronner.


Das hört sich doch recht vernünftig an und ganz anders als das Kampfhuhngebaren, was man im Fernsehen vorgeführt bekommt. Hier gibt es also das Vertrauen in die Zukunft noch zu Recht. Wegen den bestehenden Unstimmigkeiten gleich alles wegzuwerfen und den extremen Kräften zu vertrauen, ist ein Witz. Das hatten wir alles schon. 1933 lässt grüßen! Die werden alles tun, was die Altvorderen auch taten. Sie haben keine anderen Ideen. Die Folgen werden schrecklich sein.


Herzlichst Ihr

Karl Obermann

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