• Karl Obermann

Traceparts hat viel Erfahrung mit Konfiguration: Performance + Vielfalt

Traceparts, Amberg/Oberpfalz, ist vielen Technikern bekannt als Lieferant von Bauteilkatalogen mit einer riesigen Zahl (110.223.566) von suchbaren Teilen, die Online heruntergeladen werden können. Traceparts hat aber auch bereits viel Erfahrung mit der Erstellung, Installation und Wartung von Konfiguratoren, mit deren Hilfe die Konstruktion, die Angebotserstellung und vieles mehr automatisiert werden kann – mit großen Vorteilen.


Gerade jetzt, nach dem Ende des „Shutdowns“, hat die Industrie ein großes Interesse daran, schnell wieder „auf die Füße“ zu kommen. Ein Mittel zur Gesundung ist die Konfiguration, nicht nur der Konstruktion, weil sehr hohe Produktivitätsfaktoren und somit auch entsprechende Wettbewerbsvorteile entstehen.

Noch ist Zeit, nach vorne zu sprinten, denn bislang dürften kaum mehr als 5% aller möglichen Anwenderunternehmen damit arbeiten. Tendenz allerdings steigend.


Wo stecken heute noch die Vorbehalte wirklich einzusteigen?


„Die Hürden stecken nicht darin, dass man uns nicht die hohen Beschleunigungsfaktoren glaubt, sondern darin, das Wissen über die Konstruktionen aufzufinden. Es steckt längst nicht alles in Tabellen und Katalogen usw., sehr viel steckt in den Köpfen der Mitarbeiter, etwa der Konstrukteure und Produktmanager“, so Christian Baumgärtner, Geschäftsführer Traceparts, Amberg. Aus der Projektliste, die dann bestellt, gespeichert, oder angefragt werden kann, ist dann für den Konstrukteur das 3D-Modell für seine Projektierung generierbar und herunterladbar. „Probleme kann es auch dann geben, wenn die Anwenderunternehmen zu viel auf einmal realisieren wollen. Dann geht die Übersicht und die Richtung verloren und das Projekt droht zu scheitern. Wir empfehlen daher ein schrittweises Vorgehen.“


Vorgehen in Stufen


Im Grunde beginnt jedes Projekt mit der Beratung der Kunden. „Wir machen einen gemeinsamen Workshop, um festzustellen, was sich der Kunde genau vorstellt, was er konkret umgesetzt haben will, wie können die unterschiedlichen Sichten der verschiedenen Abteilungen zusammen gebracht werden usw.", so Baumgärtner.


Wenn es dann zum Auftrag kommt, beginnt die eigentliche Arbeit an dem Konfigurator. Es gibt im Grunde zwei Vorgehensweisen. Bei der ersten lässt der Anwender Mitarbeiter bei Traceparts ausbilden, die dann den Konfigurator erstellen und pflegen.

Vorteil: Das Know How bleibt im Haus.


Im anderen Fall erstellt Traceparts den Konfigurator.

Vorteil: Es liegt schon viel Erfahrung vor und es geht in der Regel schneller.

Entschieden werden muss auch, wo das System gehostet werden soll, beim Kunden oder bei Traceparts. Beides ist möglich. Mittlerweile ist es aber so, dass die Konfiguratoren meist in der Cloud laufen.


Von unten nach oben oder von oben nach unten


Es gibt grundsätzlich zwei Arten zu konfigurieren. Man baut entweder ein geschlossenes System, bei dem alle vorkommenden Dinge berücksichtigt sind (150% Modell). Dieser Konfigurator wird dann wie ein Automat genutzt. Nach Eingabe von wenigen Parametern, „spuckt“ er alles aus, was gewünscht wird. Etwa:

  • 3D-Modelle

  • Fotorealistische 3D- Modelle

  • 2 D- Zeichnungen

  • Zusatzpapiere (auch in verschiedenen Sprachen)

  • Fertigungspapiere

  • teilweise an Fertigungsmaschinen weitervearbeitbare Datein

  • und einiges mehr...

Diese 150% Modelle funktionieren nicht bis zu jeder denkbaren Komplexität. Irgendwann überblickt es keiner mehr und dann ist Schluss. Dann kann man das Gesamtmodell aufteilen und die Einzelteile konfigurieren.

Oder man arbeitet von vorn herein von unten nach oben (Bottom-up). Dabei werden die Intelligenzen (Regeln) sozusagen in die Einzelteile gesteckt. Die einzelnen Teile „wissen“ dann, was sie sind und wie sie sich zu verhalten haben. Der Konstrukteur baut hier seine Gesamtanlage von unten nach oben (vom Einzelteil bis zum kompletten System) auf. Dies ist auch im 3D als Drag-and-Drop direkt möglich.

Traceparts kann beides. Je nachdem, was die Kunden wollen und brauchen, wird die eine oder andere Variante aufgebaut. Beide Arten der Konfiguration führen zu hohen Beschleunigungsfaktoren: Faktor 10 ist eher ein Durchschnittswert.

Beispiel aus einem Angebotskonfigurator mit 3D Drag-and-Drop (Teile wissen wo sie hingehören) und beschleunigen so den Vorgang sehr.

Was kann der Konfigurator noch so alles machen?


Neben der Geometriekonfiguration kann ein Konfigurator auch andere Dinge erledigen. Dazu gehören:

  • Angebote ausarbeiten

  • Prozesse konfigurieren

  • Schnittstellen zur Verfügung stellen

  • Kosten ermitteln

  • Automatische Erstellung von Arbeitsplänen etc.

Wenn man einen Blick auf die Situation bei der Angebotserstellung wirft, stellt man schnell fest, dass viele Firmen hier immer noch Druck haben: Hohe Anzahl von Angeboten und hohe notwendige Manpower pro Angebot. Es müssen nicht nur angepasste Modelle zur Verfügung gestellt werden. Diese müssen auch so aufbereitet werden, dass nur die Hüllgeometrien und die Anschlussmaße nach außen gehen. Die eigentliche Konstruktionsgeometrie bleibt im Haus.


hristian Baumgärtner, Gechäftsführer Traceparts Amberg.

Ferner sind die Preise zu kalkulieren und die Angebotstexte müssen erstellt bzw. angepasst werden. Das kostet einen Mann wenigstens zwei Tage! Bis ein Angebot hinausgeht, dauert es einige Zeit. Nutzt man einen Konfigurator, ist das komplette Angebot in 2 – 5 Minuten fertig. Es kann am gleichen Tag noch an den Kunden geschickt werden, oder der Kund konfiguriert sich sein Angebot direkt selbst online, noch bevor der Vertrieb angefragt wird. „Eine enorme Zeiteinsparung, die nicht wenige Unternehmen bewogen hat, das Konfigurationszeitalter im eigenen Haus damit einzuläuten“, weiß Christian Baumgärtner.


Ein Kunde von Traceparts hatte genau an der Stelle zeitliche Probleme: Das Angebotswesen „schluckte“ zu viel Konstruktionskapazität. Dieser Hersteller von Handhabungskomponenten, in der Nähe von Stuttgart, suchte dann zunächst zusätzliches Personal. Danach erst hat sich die Firma eine Konfiguratorlösung von Traceparts bauen lassen. Dieses gelang, wie der Unternehmer berichtet, hervorragend und die Probleme waren erst einmal vom Tisch. Die freiwerdenden Konstrukteure konnten ihre Kapazitäten in die eigentliche Konstruktion stecken, wo sie dringend gebraucht wurden!


Nicht statisch


Konfiguratoren sind nicht statisch. Sie müssen so geändert werden, wie sich auch die Konstruktionen oder Prozesse über die Zeit ändern. Das können durchaus auch die Anwender machen, wenn sie eine entsprechende Einweisung haben. Die Regeln. bzw. Regelsätze des Konfigurators sind menschenlesbar und können daher auch von normalen Technikern geschrieben und geändert werden: Informatiker nicht von Nöten.

Um ihnen dabei zu helfen und die Arbeit einfacher zu machen, hat Traceparts ein eigenes System genau dafür geschrieben – noch ein Vorteil, z.B gegenüber KI-Systemen.



Über Traceparts

TraceParts ist einer der weltweit führenden Anbieter digitaler 3D-Inhalte für den Maschinenbau. Als Teil der 1990 gegründeten Trace Group stellt die Firma leistungsstarke webbasierte Lösungen bereit, wie beispielsweise CAD-Bauteilbibliotheken, elektronische Kataloge und Produktkonfiguratoren. TraceParts unterstützt seine Kunden bei ihrer Marketingpräsenz, indem der Wert bereits existierender digitaler Daten optimiert wird.

Das CAD-Portal TraceParts.com steht Millionen von CAD-Nutzern weltweit kostenfrei zur Verfügung. Es ermöglicht den Zugriff auf Hunderte von Anbieterkatalogen und über 100 Millionen CAD-Modelle und Produktdatenblätter für Entwicklungs-, Einkaufs-, Fertigungs- und Wartungsprozesse.


www.traceparts.com



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